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März 2004 |
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| Da leider keine breiten Puch Felgen mehr zu bekommen sind, mussten wir uns was einfallen lassen. Wir suchten moderne Felgen in der passenden Größe (was auch
gar nicht so leicht war, da heute so kleine Felgen kaum mehr verwendet werden), drehten den Felgenstern aus und ließen uns von einem Bekannten einen Innenring,
passend für die Radnaben des Puch, wieder einschweißen.
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April 2004 |
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| An einem schönen Ostertag machte ich mich daran, die Zusatzscheinwerfer zu montieren. Da wir es mit viel Glück schafften zwei original Puch Stoßstangen (andere Form
als die Fiat 500 Stoßstangen) aufzutreiben und diese eigentlich auch nicht mehr zu bekommen sind, wollte ich zur Montage der Scheinwerfer die Stoßstange nicht anbohren.
Nach viel Kopfzerbrechen blieb aber keine andere Lösung übrig, also bohrte ich die vier Löcher in dieses sehr seltene Teil. Zur Entschuldigung muss ich wohl sagen,
dass beim Verchromen etwas daneben ging, und daher die Stoßstange auch nicht mehr die schönste war. So konnte ich wenigstens die Schönheitsfehler kaschieren.
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| Dazu braucht man wahrscheinlich nichts mehr sagen. Rallyeauto halt. Im normalen Betrieb sind die Scheinwerfer aber mit Steinschlagkappen abgedeckt. |
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| Bei den Sitzen hatten wir wieder einmal großes Glück. Alle Sitze, die wir probierten, waren einfach zu breit. Wegen dem Käfig konnte man sie nicht weit genug nach hinten
fahren. Zum Glück fiel einem Bekannten, der auch einen Puch hat ein, dass er diese Sitze noch zu Hause im Keller liegen hatte und er nichts damit anfangen konnte.
So kamen wir also zu originalen Schalensitzen. Die Tapezierung war schon ziemlich schlecht, weshalb wir sie erneuerten. Leider fehlt der neuen Tapezierung der
Puch 650 TR Schriftzug. Der entsprechende Stempel ist zwar noch im Puchwerk in Graz vorhanden, aber in einem derart schlechten Zustand, dass man damit nichts
mehr stempeln konnte.
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| Am 10. 4. 2004 wagten wir dann die erste Testfahrt mit blauen Nummerntafeln. Wegen Ostern war sehr wenig Verkehr auf der Straße (alle Leute waren wohl bei der
Osterjause), und ich konnte in Ruhe fahren. Mein Vater war in einem zweiten Auto hinter mir unterwegs und konzentrierte sich auf jede Kleingkeit die ihm hätte auffallen
können. Die Testfahrt verlief ohne Probleme - alles funktionierte einwandfrei. Wir hatten also gute Arbeit geleistet. Natärlich war noch einiges am Auto zu arbeiten, aber
wir konnten schon damit fahren. Nach der Testfahrt war es uns dann möglich, solche Dinge wie Spur und Sturz, Vergasereindüsung, etc richtig einzustellen. Während
der Fahrt musste ich mich sehr zurückhalten beim Gas geben, da der Motor ja noch beim einlaufen war. Aber man spürte schon die Kraft, und wieviel Spaß es
machen würde, den Motor mal richtig auszudrehen.
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Juni 2004 |
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| Da das Wetter noch nicht schön genug war, konnten wir dann leider noch nicht gleich mit unserem Auto fahren. Aber wir nutzten die Zeit, um die letzten Kleinigkeiten
fertigzustellen wie z.B.: Feuerlöscher einbauen, Gummistoppel in die Pedale drücken, etc.
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Juli 2004 |
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| Im Juli war es dann endlich so weit. Der Puch wurde angemeldet, und wir konnten die ersten Kilometer mit unserem frisch restaurierten Puch durch die Gegend fahren.
Eine der ersten Ausfahrten führte uns zum ehemaligen Beifahrer meines Vaters, der sich natürlich wie ein kleines Kind freute, nach 40 Jahren wieder in einem
Rallye Puch sitzen zu können. Leider hatte er nicht mehr die Gelegenheit eine längere Ausfahrt mit uns zu Unternehmen, da er ca. zwei Monate später vor seinem
Haus von einem rücksichtlosen Autofahrer überfahren wurde, als er einen Zebrastreifen überqueren wollte. Er starb an seinen schweren Verletzungen noch an der
Unfallstelle. In unseren Gedanken ist er aber immer mit uns unterwegs, wenn wir eine Ausfahrt mit dem Puch machen.
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August 2004 |
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| Nachdem wir schon ca. 1000 km zurückgelegt hatten, durfte ich beim Goldeck Bergpreis zum ersten mal richtig Gas geben und zeigen was in unserem Puch steckt.
Die 6 km lange Wertungsstrecke auf den Berg legte ich unter 5 Minuten zurück. Die schnellste Renault Alpine brauchte über 4 Minuten. Wobei diese Strecke quasi
die Hausstrecke der Alpine Fahrer war, und ich dort erst zwei mal fuhr. Die Augen der anderen Fahrer wurden ganz schön groß, als sie merkten das unser Auto recht
gut geht. War ganz witzig und damit auch ein guter Abschluss unserer Restaurationsgeschichte. Die Arbeit am Auto geht natürlich immer noch weiter, denn irgendeine
Kleinigkeit findet sich ja immer. (VP)
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