Restaurationsbericht
Steyr Puch 650TR II
Jahr 2002

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Obwohl wir eigentlich kein Auto restaurieren wollten und auch einige Angebote für Autos ausgeschlagen hatten, begann uns die Sache doch immer mehr zu interessieren. Irgendwann fiel dann doch der Entschluss wieder einen Puch zu kaufen, und das Auto entsprechend dem alten Auto meines Vaters zu restaurieren. Also begannen wir im Sommer 2001 mit der Suche nach einem geeignetem Auto.

April 2002

Puch alt
Da Autos, die unserer Vorstellung entsprachen, nur mehr sehr selten waren, dauerte es eine ganze Weile bis wir eines gefunden hatten. (Mittlerweile ist es fast unmöglich geworden, ein entsprechendes Auto zu einem normalen Preis zu finden.) In Niederösterreich wurden wir schließlich fündig, und mein Vater brachte das Auto dann auch gleich mit nach Hause.
Motor ausbau
Als erster Arbeitsschritt stand der Ausbau des Motors am Programm, der sogar noch lief als wir das Auto kauften.
Motor alt
Die ganze Sache war eine sehr dreckige Angelegenheit, da alles voll mit Erde und Staub war. Man glaubt gar nicht was wir im Motor alles fanden. Vom Maiskolben bis zur Semmel war alles vertreten.
Motorbleche alt
Die Motorbleche wurden abgebaut und erst mal grob gereinigt.
Getriebe ausbau
Das Getriebe ebenfalls schon grob gereinigt. Es war so voller Dreck, dass wir eigentlich nur schwarz sahen als wir es ausbauten.

Mai 2002

Motorbleche neu
Motorbleche nach dem Sandstrahlen und neu lackieren. Es waren wohl die ersten Teile die im neuen Glanz erstrahlten. Nur auf den Einbau mussten sie dann noch eine ganze Weile warten.
Ausgebaute Teile
Obwohl es sich beim Puch um ein kleines und sehr einfaches Auto handelt, kommen doch eine ganze Menge Teile zusammen, wenn man alles komplett zerlegt. Ich bewundere alle, die sich das bei einem größeren Auto antun.
Karosserie alt
Wir zerlegten das Auto bis auf die blanke Karosserie. Das dauerte natürlich seine Zeit, war aber schon eine etwas angenehmere Arbeit.
Karosserie alt

August 2002

Unterbodenschutz
Der teilweise Zentimerterdick vorhandene Unterbodenschutz musste entfernt werden, um dann die neuen Bleche einschweißen zu können. Da der Unterbodenschutz sehr zäh ist, kommt man mit der Flex oder mit Sandstrahlen nicht sehr weit. Es war also Handarbeit angesagt. Wieder eine der dreckigen und unangenehmen Arbeiten am Beginn der Restauration.
Karosserie gereinigt

Oktober 2002

Karosserie neu
Die Arbeiten am Blech wurden von einem Bekannten erledigt, der sich damit auskennt. Wie man sieht war Rost eigentlich überall zu finden. Zum Glück bekommt man den großteil der Bleche ohne Probleme, da diese in Italien noch hergestellt werden (Fiat 500). Nur das Dach und das Blech der Rückbank müssen noch in Ordnung sein, da diese vom Fiat 500 verschieden sind und als Ersatzteile nicht mehr zu bekommen sind.
Karosserie neu

November 2002

Karosserie neu
Karosserie neu
Endlich ist es so weit. Unser Auto ist Rostfrei! Ein großer Fortschritt bei der Restauration. Gut zu erkennen: altes Blech = weiß; neues Blech = schwarz. Der Käfig (FIA homologiert) wurde dann auch gleich eingepasst und die Befestigungslöcher gebohrt.
Auspuff Bau
Gleichzeitig begannen wir auch mit den Arbeiten an unserer Auspuffanlage, Typ Monte Carlo. Diese wurde von uns selbst gebaut, nach den Zeichnungen von Roland Heimel, da wir mit den käuflichen Anlagen nicht zufrieden waren. Um ein Verziehen durch das Schweißen zu verhindern, wurde die Anlange auf eine Motor / Getriebe Einheit geschraubt und dann geschweißt. Zusätzlich hilft es auch, die notwendige Passgenauigkeit zu erreichen, damit es beim späteren Einbau keine Probleme gibt.
Auspuff Bau
Auspuff Bau
Auspuff Bau
Nach dem Schweißen wurde die Anlage noch poliert und die Töpfe schwarz lackiert. Die Gesamte Auspuffanlage wurde übrigens aus Nirosta hergestellt. Zur Gewichtsreduktion verwendeten wir fast nur Rohre mit 1mm Wandstärke. War gar nicht so einfach diese zu bekommen und zu biegen.
Vergaser
Wir hatten großes Glück und bekamen einen 36er Zenith Vergaser und ein großes Ansaugrohr. Vorallem das Ansaugrohr ist als Originalteil fast nicht mehr zu bekommen. Nachbauten werden jedoch wieder hergestellt.

Dezember 2002

Karosserie neu
Nachdem die letzten Blecharbeiten an der Karosserie abgeschlossen waren, wurde sie auf der Unterseite wieder mit Unterbodenschutz lackiert. Diesmal aber nicht in Zentimeter dicken Schichten!
Motor neu
Als wir endlich alle Teile für unseren scharfen Motor zusammen hatten, konnten wir mit dem Zusammenbau beginnen. Wir hätten uns nie gedacht, dass wir dann noch drei Monate benötigen würden bis alles reibungslos funktioniert. In dieser Zeit wurde der Motor sicher zwanzig Mal zerlegt und wieder zusammengebaut. Es waren einige Probleme zu lösen und wir probierten einiges aus. Aber das ist halt so, wenn man sich einen Rennmotor selbst aufbaut.
Motor neu
Überrollbügel
Der Käfig wurde wieder aus der Karosserie entfernt, um die Vorbereitungen für das lackieren zu vereinfachen.
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